Wissenswertes

INTERESSANTE FAKTEN

Wussten Sie dass, ...

• 10 Bienen 1 Gramm wiegen
• 1 Biene in 2 Minuten 1 Kilometer fliegt
• 1 kg Honig die Lebensarbeit von 350-400 Bienen darstellt
• 1 Biene im Jahr ca. 8000 km zurücklegt
• 1 Biene für 1 kg Honig ca. 7 mal um die Erde fliegen müsste
• eine Bienekönigin im Mai und Juni ca. 2000 Eier am Tag legt
• ein Bienevolk im Sommer ca. 50000 Arbeitsbienen, mehrere hundert Drohnen und eine Königin umfasst
• die Biene den Erdmagnetismus wahrnimmt
• die Biene den Sonnenstand im Flug als Kompass benützt
• die Honigzelle die älteste Konserve ist
• die Volksmedizin schon vor tausenden von Jahren wusste, dass Honig entzündungshemmend, herzstärkend, verdauungs- und schlaffördernd wirkt
• der Mensch von der Bienewabe erst in jüngster Zeit lernte (über Bionik), dass die sechseckige Zellenstruktur geringsten Material und Platzverbrauch bei größter Festigkeit ermöglicht und daher in der Technik (Flugzeug- und Raumfahrttechnik) immer mehr eingesetzt wird
• ein gut betreutes Bienenvolk im Jahr neben 40-60kg Honig noch ca. 500g Wachs, Propolis, Blütenpollen und Gelee Royal erzeugt
• das Propolis (Kittharz) der Bienen ein natürliches Antibiotikum ist
• 80% der Nutzpflanzen von Bienen beflogen werden müssen um Früchte zu tragen
• die Bestäubung der Obstbäume zu fast 100% von Bienen erfolgt
• die Biene hinter dem Rind und dem Schwein das drittwichtigste Nutztier der Erde gemessen am Nutzertrag (Bestäubung und Bienenerträge) ist

INHALTSSTOFFE VON HONIG

Etwa siebenmal muss eine Biene rund um die Erde fliegen und dabei von drei bis fünf Millionen Blüten Nektar und Honigtau sammeln und verarbeiten, damit wir ein Kilogramm Honig bekommen. Doch Honig ist nicht nur produktionstechnisch außergewöhnlich und mit keinem anderen Lebensmittel vergleichbar. Es gibt viele Hinweise auf eine gesundheitsfördernde, sogar therapeutische Wirkung. Nicht zuletzt ist auch der Geschmack der verschiedenen Honigsorten unvergleichlich.


Der Hauptbestandteil von Honig sind mit 75 % verschiedene Zuckerarten (38 % Fruchtzucker, 31 % Traubenzucker und kleine Mengen an 20 verschiedenen Di- und Oligosaccharide). Die Zusammensetzung der verschiedenen Zuckerarten bewirkt, dass Honig eine mind. 25 % höhere Süßkraft als Rübenzucker hat. Bei Verwendung von Honig lässt sich also die gleiche Süße mit weniger Menge (und Kalorien) erreichen.
Wasser ist mit rd. 18 % der mengenmäßig zweitwichtigste Inhaltsstoff von Honig. Die 0,2 bis 2 % Eiweiß sind nicht ernährungsrelevant.
Interessant ist jedoch die Vielfalt an Enzymen (u.a. Alpha-Glucosidasen, Alpha- und Beta-Amylasen, Glucoseoxidase, Katalase, saure Phosphatase, Invertase), die in Honig zu finden sind. Glucoseoxidase etwa spaltet Traubenzucker zu Gluconsäure und Wasserstoffperoxid. Dieser Vorgang unterstützt die Haltbarkeit von Honig im Bienenstock und erzeugt eine bakterienhemmende Wirkung.
Ebenso wurde eine große Anzahl an Vitaminen und Mineralstoffen in Spuren in Honig nachgewiesen.
Weiters findet man in Honig organische Säuren und über 200 bisher identifizierte Aromastoffe, die für den honigtypischen Geruch und Geschmack verantwortlich sind. Nicht zuletzt sind sekundäre Pflanzenstoffe aus den Trachtpflanzen (v.a. Phenolsäuren, Flavonoide) in Honig nachgewiesen worden.


Fermente: Glukose – oxydase, Phosphatase, Invertase, Deistase, Katalase

Vitamine: PPFaktor, Pantothensäure, Askorbinsäure (Vit. C), Thiamin (Vit. B1), Riboflarin (Vit. B2), Pyridoxin (Vit B6), Biotin (Vit. H), Folsäure

Mineralien: Magnesium, Kieselsäure, Phosfor, Schwefel, Natrium, Calcium, Silicium, Mangan, Kalium, Kupfer, Chlor, Eisen

Säuren: Pyroglutaminsäure, Phosforsäure, Citronensäure, Ameisensäure, Succinsäure, Buttersäure, Milchsäure, Apfelsäure, Essigsäure

Aminosäuren: Lecitin, Isolecitin, Asparaginsäure, Glutaminsäure, Phenylalanin, Threonin, Histidin, Arginin, Alanin,Glycin, Cystin, Prolin, Lysin, Valin, Serin

Hormone: Acetylcholin, Wuchsstoffe

Inhibine: Wasserstoffsuperoxyd, Arbutin, Penicilin B, Baktericide

Duftstoffe: 50 verschiedene Duftstoffe, Isobutyraldehyd, Diacetyl, Aceton

SORTENREINE HONIGE - WIE FUNKTIONIERT DAS ?

Die Imkerei Neber erntet sortenreine Honige, d.h. ...

• Verschiedener Geschmack, Farbe, Geruch

• Jede Blüte (Sonnenblume, Raps, Lindenblüte,…) blüht und honigt während eines anderen Zeitraumes

• Die Bienen werden zu einem Überangebot eine Pflanze (Blüte) an einem Abend überstellt („Wandern“ mit den Bienenvölkern), nach dem Einfliegen am neuen Standort, sammels die Bienen nur den Blütennektar dieser Pflanze

• Die Biene ist von der Natur aus blütenstet (blütentreu), das heißt, sie fliegt nicht wie die Wespe oder Hummel von einer Blütenart zu anderen, sondern bleibt bei einer Sorte solange sie Honig spendet treu. Aus diesem Grund ist sie auch für die Bestäubung ein so wichtiges Insekt

• Feststellung der Honigsorte durch genaue Pollenanalyse des jeweiligen Honigs im Labor - die Imkerei Neber lässt alle ihre Honige untersuchen

UNTERSCHIED BIOHONIG - KONVENTIONELLER HONIG

• Standort der Bienenstöcke (diese sollen nicht neben stark befahrenen Straßen, Autobahnen, belasteten Gebieten, etc. liegen)

• Krankheitsvorsorge durch Vorbeugen

• Bekämpfung von eventuell auftretenden Krankheiten nur mit zugelassenen biologischen Wirkstoffen (diese werden von uns zur Bekämpfung der Varroamilbe verwendet: Oxalsäure, Ameisensäure, atherisches Öl wie Thymol)

• Haltung angepasster Bienenrassen (wir züchten die in der Steiermark beheimatete Bienenrasse Apis Mellifera Carnica)

• Für die Überwinterung werden umfangreiche Honig- und Pollenvorräte im Bienenvolk belassen

• Zufütterung nur mit biologischem Futter

• Bienenfreundliche Haltungspraktiken (kein Stutzen der Flügel bei Königinnen)

• Bienenstöcke hauptsächlich aus natürlichen Materialien (unbehandelte Vollholz-Zargen)

• Besondere Beachtung der Hygiene

• Kontrolle auf mögliche Rückstände im Wachs

• Keine Wärmeschädigung des Honigs während der Honigverarbeitung

• Regelmäßige Kontrollen der Bienenstände und des Honigs durch eine Biozertifizierungsstelle

LAGERUNG VON HONIG

Honig ist ein wertvolles Naturprodukt. Damit das Aroma und die empfindlichen Inhaltsstoffe möglichst lange erhalten bleiben, sollte Honig kühl, trocken, geruchsneutral und dunkel gelagert werden.

• Kühl:
(z. B. nicht in direkter Sonneneinstrahlung, in nicht beheizter Speisekammer)
Honig ist hitzeempfindlich. Viele seiner wertvollen Inhaltsstoffe wie z. B. die Enzyme, Vitamine, Aminosäuren und Inhibine werden bereits bei Temperaturen von über 40°C vermindert. Optimal ist eine konstante Lagertemperatur von ca. 18-20°C für flüssige Honige - also bei Zimmertemperatur - und sogar nur 10-12°C für cremige Honige.
Vorsicht: Die Aufbewahrung im Kühlschrank führt schnell zum Auskristallisieren des Honigs.

• Trocken:
(z. B. nicht mit feuchten Löffeln in das Honigglas gehen, Deckel stets gut schließen)
Honig ist hygroskopisch, das heißt, er zieht Feuchtigkeit aus der Luft an. Als Folge kann es zur Gärung kommen. Honig sollte daher trocken - also gut verschlossen - aufbewahrt werden.

• Dunkel:
(z. B. im Küchenschrank, in dunklen Behältern oder mit Alufolie umwickelt)
Honig ist lichtempfindlich. Dies betrifft in erster Linie die Inhibine (bakterienhemmende Stoffe), die bei länger andauernder Lichteinwirkung zerstört werden. Außerdem wird Honig bei Lichteinwirkung dunkler, dieser Prozess dauert jedoch Monate bis Jahre.

• Geruchsneutral:
Honig nimmt schnell fremde Gerüche und Geschmäcker an. Daher sollte Honig immer aromadicht verschlossen gelagert werden und nicht neben geruchs- und geschmacksintensiven Produkten, wie etwa Käse, Seifen, Kaffee oder Kräutern.

SÜßEN MIT HONIG

Die Zusammensetzung des Honigs durch verschiedene Zuckerarten bewirkt, dass helle Honigsorten eine etwa 25 % höhere Süßkraft haben als Rübenzucker. Bei Verwendung von Honig lässt sich so die gleiche Süße mit etwas weniger Menge und Kalorien erreichen. Nicht zu vergessen die zusätzlichen Nährstoffe der verschiedenen Honige.

Wollen Sie z.B. ein Rezept für einen Kuchen ändern und anstatt Zucker Honig verwenden, so reduzieren Sie die Menge des angegebenen Süßmittels um ein Viertel (bis zur Hälfte, je nach Geschmack) und die vorgesehene Flüssigkeitsmenge um 20 %.

Unserer Meinung nach eignet sich Akazienhonig durch seinen neutralen Geschmack am Besten zum Süßen.